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Termine und Veranstaltungen

Dieses Jahr wieder – Sommerfest des Sächsischen Verbindungsbüros in Prag

© Adobe Stock | Madeleine Steinbach

Am Freitag, den 17.September 2021 ist es wieder soweit: Um 18 Uhr öffnet sich das Tor zum Hof des Lausitzer Seminars, U Lužického semináře 13, Prag 1 für die Besucher des traditionellen Sommerfestes des Sächsischen Verbindungsbüros in Prag. Partner sind dieses Jahr die Stadt Radebeul und die Gemeinde Moritzburg. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Freuen Sie sich auf Wein verschiedener Winzer aus dem östlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands sowie auf touristische Highlights des Elblands. Karl May, der Schöpfer von Winnetou und Old Shatterhand, wird eine Rolle spielen. Die Autorin Barbara Ortwein erzählt am Samstagnachmittag, wie sehr sich der Schriftsteller von der Geschichte der deutschen Auswander nach Texas hat inspirieren lassen. Für musikalische Unterhaltung sorgen das Jazz-Duo Günter „Baby“ Sommer und Katharina Hilpert sowie die Band "Affen". Die Öffnungszeiten sind am Freitag von 18 – 21 Uhr und am Samstag von 12 – 19 Uhr.

Internationales Musikfestivals Lipa Musica, 4. September in Česká Lípa

© VB Prag

Das Verbindungsbüro Prag hatte die Gelegenheit, die Schirmherrschaft über das Festkonzert zum 20. Jahrgang des internationalen Musikfestivals „Lípa Musica“ zu übernehmen. In der vollbesetzten Bazilika „Všech svatých“ in Česká Lípa hob der Leiter des sächsischen Verbindungsbüros Dr. David Michel im Rahmen seiner Festrede die Bedeutung dieses Musikfestivals vor allem auch für den Grenzraum, hervor. Er dankte dem Hauptveranstalter Arbor-Verein für geistige Musik und deren Vorsitzender Martin Prokeš für den jahrelangen Einsatz, dramaturgisches Können und künstlerische Visionen die über Jahre hinweg nicht nur national, sondern auch über die Grenzen hinweg nachhaltig und langlebig realisiert werden.

Pavel Haas Quartetts und dem Kammerchor Martinů Voices konnten die Gäste erneut musikalisches auf höchstem Niveau zu erleben.

Konferenz zu den grünen Technologien und Innovationen in der Tschechischen Republik, Sachsen und Bayern „Pathways into a Sustainable Future“ am 2. und 3. September 2021 in Prag

© VB Prag

Mit der bereits 6. Innovationskonferenz in Folge gab das sächsische Verbindungsbüro in Prag Einblick in den aktuellen Stand der Innovation in verschiedenen Bereichen grüner Technologien und nachhaltiger Lösungen. Wissenschaftler, Ökonomen und politische Vertreter aus der Tschechischen Republik, Sachsen und Bayern diskutierten über die neuesten Entwicklungen im Bereich der grünen Technologien, wobei insbesondere die Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit im Mittelpunkt standen. Experten aus beiden Ländern haben Themen wie Wasser- und Luftqualität, menschliche Gesundheit, Kreislaufwirtschaft, Verpackungsfragen, Informationssysteme, den Green Deal für Europa und Finanzierungsprogramme für die wissenschaftliche Zusammenarbeit behandelt. Darüber hinaus wurden auch aktuelle Projekte vorgestellt.

Die Konferenz reihte sich ein in die bisherigen Innovationstage, die das sächsische Verbindungsbüro bereits im Jahre 2015 gestartet hat und in der Folge Themen wie Energiewirtschaft, Rohstoffen und Ressourcen, Biomedizin, E-Mobilität, autonomes Fahren und künstliche Intelligenz behandelte. Dies mit einer von Jahr zu Jahr steigenden Teilnehmerzahl an renommierten Wissenschaftlern aus Tschechien und Deutschland. Die Grundidee, Wissenschaftler aus beiden Ländern weiter zu vernetzen und ihnen eine Plattform für den fachlichen Austausch in bestimmten Wissenschafts- und Forschungsbereichen sowie für den grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit zu bieten, war erfolgreich.

In den vergangenen Jahren wurde auch der Kreis der Beteiligten an der Planung und Durchführung der Konferenz erweitert. Die Konferenzplanung und Realisierung fand gemeinsam mit der Deutschen Botschaft und der Bayerischen Repräsentanz in Prag, der tschechischen Technologieagentur und in 2021 auch mit dem tschechischen Außenministerium und dem tschechischen Umweltministerium statt. Der sächsische Minister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Wolfram Günther, der bayerische Minister für Wissenschaft und Kultur, Bernd Sibler, der stellv. tschechische Außenminister Aleš Chmelař und der stellv. tschechische Umweltminister Vladislav Smrž nahmen an der Konferenz ebenfalls teil.

"Wie klingt Heimat?" – filmische und musikalische Impressionen aus Sachsen in Prag

© Siegfried Michael Wagner

Gemeinsam mit der Kampagne "So geht sächsisch" veranstaltet das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Tschechien am 30. August 2021 einen Themenabend mit Filmsequenzen und Musik zum Thema "Wie klingt Heimat?". Durch das Programm führt der Musiker und Komponist Felix Räuber, ehemaliger Frontmann der Band Polarkreis 18 ("Allein Allein"). Er wird auch einige seiner Musikstücke darbieten.

Der Künstler hat sich auf eine akustisch-kulturelle Expedition durch Sachsen begeben und dabei verschiedene Klang- und Lebenswelten kennengelernt. Daraus resultiert u.a. eine 10-teilige Filmdokumentation. Inspiriert von den akustischen Reizen und den Menschen, denen er begegnet ist, entstehen darüber hinaus 10 neue Musikstücke, die am Ende in einem neuen Album – die "Sinfonie der Kulturen" – veröffentlicht werden. Felix Räuber wird erste Ausschnitte aus zwei Folgen präsentieren und exklusive Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Produktion geben: In die Folge "Urheimat", beschäftigt er sich mit dem Ursprung von Heimat – der Natur. In der Folge "Serbscy Astronawca" taucht er in die Welt und das Brauchtum der sorbischen Minderheit in der sächsischen Lausitz ein.

Digitalkonferenz "Smart Cities" – Dokumentation liegt jetzt vor

Grafik einer City-Skyline umgeben von Symbolen wie iPad, Smartphone oder Telekommunikationsturm © Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen e.V.

Am 26. Januar 2021 organisierte das Sächsische Verbindungsbüro in Tschechien einen Best Practice Austausch im Rahmen der sächsisch-tschechischen Städtepartnerschaften.
Die angekündigte Dokumentation zu der Veranstaltung hat das Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen e. V. nunmehr fertig gestellt. Sie ist zweisprachig auf Deutsch und Tschechisch und enthält neben einer Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte sämtliche Präsentationen der Referenten.

Es gibt auch eine gedruckte Fassung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Bildungswerk.

Informieren Sie sich über aktuelle kommunale Projekt und lassen Sie sich inspirieren!  

Ein literarischer Blick von Prag nach Leipzig – online-Lesung und Interview im Sächsischen Verbindungsbüro am 6. Mai 2021

Zwei POrträts der Gäste in kleinen Kreisen, EU-Fahne im Hintergrund © Sascha Kokot / privat / Alterfalter | adobe stock

"Wir sind unabhängig – wir können machen, was wir wollen und kritisch sein" sagte Egbert Pietsch im Gespräch mit David Stecher, dem Direktor des Prager Literaturhauses. Anlass war die Gründung des Stadtmagazins "Kreuzer" vor 30 Jahren in Leipzig. Pietsch, Mitgründer und Geschäftsführer, erzählte von den Anfängen in den Nachwendejahren und den heutigen Herausforderungen in den Zeiten des Internets und der Sozialen Medien. Der "Kreuzer" gehöre zu den ersten Magazinen, die eine Internetausgabe entwickelt hatten.

Auch der zweite Gast des gemeinsam vom Verbindungsbüro und Literaturhaus gestalteten Abends lebt in Leipzig, die Autorin Janna Steenfatt. Sie kam zum Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und ist dageblieben. Ein Beispiel für viele junge Leute, die sich in der umtriebigen Universitäts- und Messestadt niedergelassen haben. Ihr letztes Jahr erschienener Erstlingsroman "Die Überflüssigkeit der Dinge" spielt allerdings in Hamburg, der Heimat von Frau Steenfatt, und erzählt von einer ohne Vater aufgewachsenen, deren Mutter Alkoholikerin ist und schließlich stirbt. Sie habe lange an dem Buch geschrieben, erzählte sie nach der Lesung. Die Anfänge stammten aus dem Jahr 2013. Damals war sie als Stipendiatin des Literaturhauses in Prag gewesen. Ihr neues Buch werde in Leipzig spielen.

15. April 2021: Kabarett online im Verbindungsbüro Prag

© Vojtěch Polák

Die deutsch-tschechischen Kabarettisten des Ensembles das „Das Thema“ greifen mit ihrem Stück „Macht und Ohnmacht“ die Corana-Pandemie und insbesondere die deutsch-tschechischen Beziehungen an Hand ihrer persönlichen Lebensgeschichten auf.

Aus dem Programm

… Die zentralen Fragen brennender Krisensituationen und der deutsch-tschechischen Nachbarschaft müssen jetzt beantwortet werden!

Unser Statement wird verlangt! Brennende Fragen fordern explosive Antworten! 

Ob in Beziehung, Arbeit, Freizeit, Gesellschaft, ob in München, Wien, Zürich oder Prag oder in der Quarantäne - es stellt sich immer wieder die quälende Frage: 

Wer hat die Macht? - Und wer ist ohnmächtig?

Wer ist der Gewinner im Wettstreit des großen und des kleinen Bruders, Deutschlands und Tschechiens, der Sprachen, Kulturen und Emotionen?  …

 

Konzept, Spiel und Band: Roman Horák, Sven Ofner, Markéta Richterová, Philipp Schenker, Technik: Michal PustayMehr auf www.dasthema.cz

25. März 2021: Aktivitäten bündeln – sächsische und tschechische Akteure der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit treffen sich online

Altes weißes Haus mit EU- und Sachsen-Fahne © Frank Thomas

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie steht die grenzübergreifende Zusammenarbeit vor besonders vielen Herausforderungen. Um sich darüber auszutauschen und mögliche Lösungen auszuarbeiten, veranstaltete das Verbindungsbüro Prag eine Online-Konferenz.

Alle Teilenhemer waren sich einig: Sie wollen die Krise als eine Gelegenheit nutzen, um nach neuen Wegen der Zusammenarbeit zu suchen. Eins der wichtigsten Themen dabei: Einschränkungen im Grenzverkehr und ihre erheblichen Auswirkungen auf die im Nachbarland arbeitenden Pendler und Pendlerinnen sowie ihre Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen.

In den letzten 30 Jahren entstanden zahlreiche Kooperationen in Bereichen wie Hochwasser- und Katastrophenschutz, Tourismus und Verkehr. An diese wollen die Teilnehmer der Gesprächsrunde auch jetzt anknüpfen. Auch die Förderung der grenzüberschreitenden Kleinprojekte im Rahmen des EU-Interreg-Programms ist ein Aspekt, über dessen Weiterführung diskutiert wurde, denn auch die kleinen Vorhaben sollen nicht unter Auswirkungen der Pandemie leiden.

Auch nach der Corona-Pandemie soll es weitergehen. Deshalb haben die Teilnehmer über bestmöglichen Informationsaustausch und Vernetzungsarbeit beraten und Pläne für die Zeit nach Corona erarbeitet. Mit Veranstaltungen zu gemeinsamen Themen wie Strukturwandel, das Lernen der Nachbarsprache oder Fortführung von Projekten in Schulen und Kindergärten wollen sie auch zukünftig eine erfolgreiche Zusammenarbeit sicherstellen. Darüber hinaus stimmten die Teilnehmer überein, sich nach der Pandemie über ihre Erfahrungen sowie die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen im Grenzraum im Rahmen einer größeren Veranstaltung auszutauschen.

An dem Online-Gespräch haben neben den Vertretern des Sächsischen Verbindungsbüros in Tschechien auch die Landesdirektion Sachsen, die Regionalverwaltungen Liberec, Ústí und Karlsbad sowie die Euroregionen Neiße/Nisa, Elbe/Labe, Erzgebirge/Krusnohori, Egrensis teilgenommen. Alle diese Organisationen fördern auf ihre Weise die Beziehungen zwischen Sachsen und Tschechien. Das Verbindungsbüro in Prag möchte den Austausch auch in Zukunft ermöglichen und fördern.

26.01.2021 - Digitalkonferenz »Smart Cities - Best Practice Austausch im Rahmen der sächsisch-tschechischen Städtepartnerschaften«

Die Digitalkonferenz »Smart Cities - Best Practice Austausch im Rahmen der sächsisch-tschechischen Städtepartnerschaften« am 26. Januar 2021 ist auf großes Interesse gestoßen. Die große Zahl der Teilnehmer überwiegend aus dem kommunalen Bereich dokumentierte das große Interesse an diesem Thema.

Der Begriff »Smart Cities« umfasst dabei alle Projekte, die eine Verbesserung des städtischen Lebensraums und der städtebaulichen Entwicklung zum Ziel haben, insbesondere in den Bereichen Mobilität, Digitalisierung, Verkehr und Infrastruktur. Die Teilnehmer konnten sich einen Überblick verschaffen, was der Begriff Smart City bedeutet und welche Aktivitäten es auf diesem Gebiet beiderseits der Grenze bereits gibt.

Screenshot mit dem Motto der Veranstaltung und einigen Teilnehmern, die sich zugeschaltet haben.

Die Konferenz bot Gelegenheit, sich mit Beispielen vertraut zu machen. Verschiedene Städte stellten Projekte vor, die sie zur Umsetzung ihrer Vision einer digitalen Stadt oder Smarter Stadtviertel verwirklicht haben. So präsentierten Referenten aus Leipzig, Brünn, Dresden, Leitmeritz und Meißen Projekte in den Bereichen Stadterneuerung, Mobilität, Digitalisierung und Verkehr, wie beispielsweise das Projekt »Spitalka – Smarte Stadtviertel aus Brünn«, das Projekt MAtchUP aus Dresden oder das Projekt »Parksensoren an Park & Ride Anlagen« in Meißen. Das Tschechische Ministerium für Regionalentwicklung stellte sein Konzept von Smart Cities in Städten, Gemeinden und Regionen vor.

Zwei Fachvorträge befassten sich mit der tschechischen Partnerschaft für städtische Mobilität, der Unterstützung von 5G Netzen und dem vernetzten und automatisierten Fahren. Schließlich präsentierten die Sächsische Aufbaubank und die Europäische Investitionsbank ihre Finanzierungsangebote zur Realisierung kommunaler, aber auch grenzüberschreitender kommunaler Projekte.

Viele Teilnehmer interessierten sich für weitere Informationen. Das ist Best-Practice-Austausch im besten Sinne des Wortes. Der Austausch von Erfahrungen und Ideen aus zwei Ländern öffnet die Tür zu weiteren Kontakten zwischen sächsischen und tschechischen kommunalen und institutionellen Vertretern und kann Inspiration für neue kommunale Partnerschaften sein.

Das Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen e. V. wird perspektivisch eine Dokumentation über die Veranstaltung anfertigen, die wir hier online stellen werden.

10:00 – 10:20 Uhr: Eröffnung und Grußwort

  • Dr. David Michel, Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Tschechien
  • Max Winter, Abteilungsleiter, Sächsisches Staatsministerium für Regionalentwicklung

10:20 –11:15 Uhr: Fachvorträge zum Thema Smart Cities

  • Dr. Ing. Marie Zezůlková, Abteilungsleiterin, PhDr. Věra-Karin Brázová, Ministerium für Regionalentwicklung der Tschechischen Republik: Vorstellung des Konzepts Smart City für Städte, Gemeinden und Regionen
  • Dr. Christian Andrä, Sächsische Energieagentur: Daten für die Smart City - Ausbau der sächsischen Test- und Produktivkorridore für vernetztes und automatisiertes Fahren
  • Jaroslav Martínek, Leiter des Projektes Partnerschaft f. Städtische Mobilität: Vorstellung des Projektes Dobrá Města (Gute Städte)
  • Dr. Hana Müller Karlová, Sächsische Aufbaubank/Gemeinsames Sekretariat des Kooperationsprogramms Sachsen-Tschechien: Förderung von städtischen Projekten im grenzüberschreitenden Kontext
  • Andrea Ferjenčíková, Europäische Investitionsbank Prag: Finanzierung von städtebaulichen Projekten

11:15 – 12: 15 Uhr: Präsentationen der Städtepartnerschaften

  • Dr. Beate Ginzel, Referatsleiterin, Stadt Leipzig: Digitale Stadt Leipzig - aktuelle Projekte
  • Mgr. František Kubeš, Ph.D., Referatsleiter, Stadt Brünn: Smart City Projekte »DataPortal« und »Špitálka – Smarte Stadtviertel«
  • Dr. Michael Anz, LH Dresden: MAtchUP - Baustein der Stadtverwaltung Dresden zu einer Smart City
  • Dr. Ing. Petr Vítek, Ministerium für Industrie und Handel der Tschechischen Republik: Unterstützung der 5G Netze im Rahmen von Smart Cities
  • Ing. Monika Čapková, Büro und Finanzmanager, Stadt Litoměřice: SMART CITY Litoměřice
  • Anatoly Arkhipov, Bauverwaltungsamt/Stadtplanung, Stadt Meißen: Parksensoren an Park+Ride-Anlagen in Meißen

12:15 Uhr: Ende der Veranstaltung
 
Moderation: Thomas Gneipelt, Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Tschechien

Während der Veranstaltung wird simultan gedolmetscht.

Das Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen e. V. begleitet die Veranstaltung und wird für die Teilnehmer eine Dokumentation anfertigen.  

Inhalt der Veranstaltung:
Das Sächsische Verbindungbüro veranstaltet in unregelmäßigen Abständen Konferenzen mit sächsisch-tschechischen Städtepartnerschaften zu unterschiedlichen Themen. Die Beziehungen zwischen den Partnern sollen gefördert werden, indem sie sich zu Fragen austauschen, die beide Seiten beschäftigen. Das Thema »Smart Cities« spricht Projekte an, die den städtischen Lebensraum verbessern, z. B. im Bereich Mobilität und Infrastruktur. Städtepartnerschaften, die auf diesem Gebiet Projekte durchgeführt haben, erhalten die Gelegenheit, die Ergebnisse vorzustellen. Da ein Ende der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie noch nicht abzusehen ist, wird die Veranstaltung online durchgeführt.

01.01. - Tag der Republik

Katja Meier © Marlen Mieth

Liebe Nachbarn, alles Gute zum 28. Geburtstag Ihres Landes!
 
Die Geschichte der Tschechischen Republik ist eine für Europa besonders spannende. 74 Jahre nach der Gründung der Tschechoslowakei unterschrieb die Regierung ein Abkommen, das zum Auseinanderfallen der Föderation geführt hat. Heute, 28. Jahre später, leben Tschechen und Slowaken als vorbildliche Nachbarn und feiern sowohl ihre Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede. Da der heutige Tag der Republik auch der zeitgleiche Neujahrsbeginn ist, so wünsche ich Ihnen, liebe Nachbarn, einen schönen Tag der Republik und zugleich alles Gute für das neue Jahr!

 
Ihre Katja Meier
Staatsministerin für Europa in Sachsen

03.12.2020 - Sächsisch-Tschechische Symposium: »Ehe für alle«

 

Am 3. Dezember haben sich mehr als 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden, Vereinen, Landesarbeitsgemeinschaften, der Politik, der Verwaltung und der Wirtschaft aus Tschechien und Deutschland bei einer virtuellen Konferenz über das Thema »Ehe für alle« ausgetauscht. Das Zoom-Treffen sollte Plattform für einen Austausch darstellen und verschiedenen Akteurinnen und Akteure aus Tschechien und Deutschland miteinander vernetzen.
    
Auf die Bedeutung eben dieses vernetzten Arbeitens und des grenzüberschreitenden Austauschs verwies die Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung, Dr. Gesine Märtens. In Deutschland sei die »Ehe für alle« vor drei Jahren eingeführt worden – nach 30 Jahren politischer Arbeit, sagte sie.

Der »Ehe für alle« in Deutschland sind Jahrzehnte der politischen Arbeit und ein langjähriger Erkenntnisprozess vorangegangen, aus denen auch tschechische Verbände und Vereine wertvolle Ideen schöpfen können. Die Erfahrungen aus diesem Prozess könnten als Hilfestellung und Leitlinien für Tschechien dienen, sagte die Bevollmächtigte der tschechischen Regierung für Menschenrechte, Prof. Helena Válková. In diesem Zusammenhang verwies sie zudem auf die parlamentarische Situation in Tschechien und auf Widerstände seitens der katholischen Kirche mit ihrem großen Einfluss trotz geringer Mitgliederzahlen.

Der Einfluss der Kirche gilt als gewichtig bei dem Gesetzesvorhaben einer »Ehe für alle« in Tschechien. Adela Horakova, die Initiatorin der Initiative »Jsme fér« (»Wir sind fair«), sagt bei dem Zoom-Treffen, zwar sei die tschechische Gesellschaft bereit für die »Ehe für alle«, Kirche und Politik seien aber konservativ geprägt. Horakova hofft nach eigenen Worten, dass in Tschechien 2022 ein Gesetz für die Ehe für alle durchgesetzt werden könne. Seit Jahren höre sie, dass nicht der richtige Zeitpunkt sei, doch es sei nie der richtige Zeitpunkt, es gebe immer Widerstand. Politik müsse eine Vision haben. Alle Menschen sollten in Würde und rechtlicher Stabilität leben können.

Dass es für die »Ehe für alle« keinen richtigen Zeitpunkt gibt, das weiß Günther Dworek vom Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) aus eigener politischer Erfahrung in Deutschland. Eine Übergangzeit wie die gerade in Tschechien könne auch eine Chance sein, meint er. Zum einen wolle niemand Regelungen zweiter Klasse und zum anderen handle es sich nicht um eine Wohltat für Minderheiten, sondern eine Sache des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sabine Schanzmann-Wey, ebenfalls im LSVD, verweist mit Blick auf die Lage in Deutschland auf einen interessanten Nebeneffekt: In einer Zeit, in der die Ehe zunehmend durch freie Lebensgemeinschaften verdrängt werde, habe die »Ehe für alle« im Grunde die Institution Ehe gestärkt.

Gleichstellungsarbeit geschieht nicht nur auf politischer Ebene: Für Gleichstellung können auch Unternehmen eintreten. So wie das Unternehmen Deutsche Börse Services in Prag. General Manager Armin Borries zufolge duldet sein Unternehmen keine Diskriminierung, wird unter anderem mit Vorträgen über Transgender aufgeklärt. In seinem Unternehmen stünden beispielsweise allen Mitarbeitern in Lebenspartnerschaften die gleichen Arbeitnehmer*innenvorteile zu, wie es bei der Ehe der Fall sei.

Die gesamte Veranstaltung war laut Sabine Schanzmann-Wey von einem Gefühl durchzogen, einem Gefühl »wir stehen euch bei- als europäische Community«. Dieses Gefühl scheint angekommen bei den tschechischen Teilnehmer*innen. Der Ruf nach weiteren Austausch zwischen den Akteuren, zwischen Behörden, Ministerien und Abgeordneten wurde laut und der Ruf nach weiteren Treffen,  ob nun in der echten Welt oder virtuell.

01. - 02.07.2020 - Besuch in Prag

Sachsens Europa- und Justizministerin Katja Meier hat zum Auftakt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft gemeinsam mit Staatssekretär Mathias Weilandt in Prag Vertreter der Regierung Tschechiens getroffen. Am Mittwoch, dem 1. Juli, sprach sie mit dem tschechischen Außenminister Tomás Petříček und Vize-Außenminister Aleš Chmelař. Im Senat der Tschechischen Republik traf sie dann Senatspräsident Miloš Vystrčil.

Am Donnerstag stattete sie dem sächsischen Verbindungsbüro in Prag einen Besuch ab. Nach einem Gespräch mit David Michel, dem Leiter des Büros, traf sie Nino Lejava, die Leiterin der Heinrich-Böll-Stiftung. Nach einem Austausch mit der Spitze der Grünen in Tschechien stand ein Arbeitsessen mit der tschechischen Justizministerin Marie Benešova auf dem Programm.

Deutschland hat am 1. Juli turnusgemäß die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Unter der Führung der Bundesrepublik müssen wichtige Themen vorangetrieben werden, von Entscheidungen zu Corona-Hilfen über die weiteren Verhandlungen mit Großbritannien nach dem EU-Austritt bis hin zum Ziel der Klimaneutralität.

15.01.2020 – Neujahrsempfang

Eingerahmt von der Ausstellung Schaufenster II: Momentaufnahmen. Fotografie aus Sachsen und der Lausitz mit dem Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, begrüßte der Leiter des sächsischen Verbindungsbüro, Dr. David Michel 200 Gäste aus der sächsischen und tschechischen Politik, aus Ministerien, der Wirtschaft, Kunst, Kultur und Gesellschaft. Die Grußworte an die Gäste richteten die Staatssekretärin des Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung des Freistaates Sachsen, Frau Dr. Gesine Märtens sowie der mehrmalige tschechische Außenminister und Berater der tschechischen Justizministerin Herr Dr. Jan Kohout. Silke Wagler die Leiterin des Kunstfonds erläuterte die Ausstellung während die »Micha Winkler Band» aus Dresden, den anschließenden Empfang des Verbindungsbüros musikalisch untermalte.

Erster Sächsischer Weihnachtsmarkt in Prag

Plakat mit Girlande aus Tannengrün, roten Weihnachtssternen und Christbaumkugeln vor einer blauen Silhouette von Prag

Am Nachmittag des 12. Dezember 2019 öffnete im Innenhof des sächsischen Verbindungsbüros der 1. Sächsische Weihnachtsmarkt seine Pforten.

Bis zum 15. Dezember besuchten ca. 4.500 Besucher eine sächsische Weihnachtswelt, wie man sie bisher in Prag noch nicht erlebt hat. Unter einem Himmel aus Herrnhuter Sternen konnte man kulinarische Spezialitäten wie Dresdner Christstollen und Dresdner Eierschecke, Pulsnitzer Pfefferkuchen, herzhafte sächsische Kartoffelsuppe, sächsische Bratwurst, sächsischen Glühwein und vieles mehr genießen. Außerdem konnten die Gäste kulturelle Besonderheiten, wie den Posaunenchor aus Deutschneudorf und das Erzgebirgsensemble erleben.

Den Pragern und Touristen aus aller Welt präsentierte sich das reiche Brauchtum des Erzgebirges mit Schwibbögen, Räuchermännchen, Nussknackern und Pyramiden aber auch Sandsteinkunst aus der Sächsischen Schweiz und  Herrnhuter Sterne aus der Lausitz.

Deutsch-tschechisches Kabarett am 10.12.2019 in Prag

Zum Jubiläum des Mauerfalls fand sich ein Ensemble internationaler Künstler und Künstlerinnen im Prager Theater am Geländer (Divadlo Na Zábradlí)  zusammen. Dazu gehören die Kabarettisten der tschechischen Gruppe Das Thema, das Improvisationstheater Ernst von Leben aus Bamberg und die Künstlerin Heda Bayer aus Chemnitz. 

Dieses internationale Projekt fand seine Premiere am 10.12.2019 unter dem Titel „Der Fall Mauer Fall“ statt. Das Kabarettstück stellte ein Mosaik der Ereignisse vor 30 Jahren dar und befasste sich mit Fragen wie: Wo waren wir damals? Wo sind wir jetzt? Wohin fiel die Mauer? Eine persönliche Spurensuche in die Vergangenheit und Zukunft. Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Kabarettisten entstand ein persönlich engagiertes, experimentelles Kabarett, das auch mit Elementen des Improvisations- , Bewegungs- und Visuellen Theaters arbeitet. Nicht nur in Prag sondern auch in Bamberg und Chemnitz werden die Künstler mit diesem Kabarettprogramm zu erleben sein.

Wie schon bei der Realisierung eine sächsisch-bayerischen Satire-Veranstaltung in 2018 arbeiteten auch zu diesem Kabarettprojektes das Sächsische Verbindungsbüros und die bayerischen Repräsentanz in Prag zusammen, um einen Auftritt der Kabarettisten am 10.12.2019 zu ermöglichen.

26.11.2019 – Lesung mit Jonathan Böhm

Zu der Lesung mit Jonathan Böhm hatte das Verbindungsbüro gemeinsam mit dem Prager Literaturhaus eingeladen. Der Schriftsteller Böhm, der auch Gaststipendiat im Prager Literaturhaus über die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen war, las aus seinem aktuellen Roman »Heimfahren«. Der Roman behandelt die räumlichen und kulturellen Grenzen zwischen Tschechien und Deutschland, ihre Überschneidungen und Überschreibungen und letztlich auch die Frage, ob man ein anderer werden kann als der, der man ist. Damit gab der Roman den Teilnehmern der Veranstaltung auch Anlass zu einer reichen Diskussion mit dem Autor.

Musikalisch untermalt wurde der Abend durch Studenten der Dresdner Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« Jan Bresan und Alexander Füllgrabe.

21.11.2019 – Besuch des Präsidenten des Landesamtes für Steuern und Finanzen

© Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Prag

Am 21. November 2019 besuchte der Präsident des Landesamtes für Steuern und Finanzen, Herr Karl Köll das Verbindungsbüro in Prag. Gegenstand des Besuchs bildeten Gespräche mit Vertretern der tschechischen Generalfinanzdirektion sowie tschechischer Finanzämter zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

23.-24.10.2019 – Innovationskonferenz zum Thema »Künstliche Intelligenz – Trends und Entwicklungen in Tschechien, Sachsen und Bayern«

Am 23. und 24. Oktober 2019 veranstaltete das sächsische Verbindungsbüro gemeinsam mit der Deutschen Botschaft, der Bayerischen Repräsentanz in Prag und der tschechischen Technologieagentur (TAČR) eine Konferenz zu den neuesten Trends und Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. 

Bei der Konferenz in der Nationalen Technischen Bibliothek haben sich Wissenschaftler, Wirtschaftsexperten und politische Vertreter getroffen, um sich gegenseitig über die Entwicklungen und Strategien zu informieren. Im Vordergrund standen der Austausch zwischen den Nachbarregionen Tschechien, Sachsen und Bayern und neue Kooperationsmöglichkeiten. Aber auch Referenten aus der Schweiz und vom European Research Council aus Brüssel waren hierbei mit vertreten.

Die Innovationskonferenz fügte sich ein in eine Reihe von jährlichen Innovationskonferenzen, welche das sächsische Verbindungsbüro in der Vergangenheit bereits organisiert und realisiert hat, so zum Beispiel zur Energiewirtschaft, Rohstoffen und Materialien, Biomedizin, Elektromobilität und dem autonomen Fahren.

16.-25.10.2019 – Filmfest deutschsprachiger Filme

Gäste des Filmfestivals mit Kostümen und ohne auf einem Treppenaufgang. © Karl May Museum Radebeul

Bereits zum 14. Mal jährte sich vom 16. bis 25. Oktober 2019 das »Filmfest« deutschsprachiger Filme in Tschechien, organisiert vom Goethe Institut, dem Österreichischen Kulturforum und der Schweizer Botschaft in der Tschechischen Republik. In diesem Jahr beteiligte sich auch das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Prag und nahm dies zum Anlass Karl May (Film-) Klassiker in das Filmfest einzuführen und damit die Stadt Radebeul und das Karl-May-Museum Radebeul nach Prag einzuladen und am Filmfest zu beteiligen.

Begleitend zu den Filmvorstellungen führte der Karl-May-Darsteller Roland Wichmann in die Welt von Karl May ein. Ein sächsischer Empfang im Kino Lucerna rundete den ersten Filmabend ab, welchem zwei weitere Karl-May-Abende nachfolgten. Dies unter anderem mit verschiedenen weiteren Gästen wie zum Beispiel dem Kameraassistenten bei »Winnetou II« Joachim Gitt der auch in weiteren Winnetou-Filmen der 1960er Jahre mitwirkte. Daran nahmen auch deutsche und tschechische Vertreter der Karl-May-(Film)-Fangruppen sowie Karl-May-Forschern und -Übersetzern teil. Sie realisierten verschiedene Gesprächsrunden zum Thema »Karl May und seiner filmischen Rezeption im Osten und Westen Deutschlands« begleitend zu den Filmvorstellungen von Karl May Klassikern.

10.10.2019 – Krabat – Der sorbische Faust oder wie ein tapferer Kroate zum guten sorbischen Zauberer wurde

Die sorbische Sagengestalt des Krabat bildete das Thema, welchem sich das sächsische Verbindungsbüro im Rahmen des sorbischen Kulturjahres am 10. Oktober 2019 mit einer Veranstaltung gewidmet hat. Der Biograf Hans-Jürgen Schröter führte die Gäste an die Grenze zwischen Fiktion und Realität und deckte dabei die historischen Hintergründe der bekanntesten sorbischen Sagengestalt, des ursprünglichen Krabat auf. Reiner Deutschmann, der Vorsitzende des KRABAT e.V., gewährte Einblicke in das Schaffen des Vereins, welcher für seine Leistungen mit dem Sächsischen Bürgerpreis für gesellschaftlich-soziales Engagement ausgezeichnet wurde. Die Vorträge wurden durch die Wanderausstellung: »KRABAT – Wie ein tapferer Kroate zum guten sorbischen Zauberer wurde« begleitet. Wie der als Krabat bekannte Kroate Johann von Schadowitz im 17. Jahrhundert ausgesehen haben könnte, illustrierte der Künstler Jörg Tausch mit einigen ausgestellten Gemälden und einer lebensgroßen Büste. Neben verschiedenen Krabat-Speisen und Getränken konnte man dabei auch den Krabat-Darsteller Wolfgang Kraus erleben.

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