Tacheles in Prag: Studienreise zu jüdischem Leben, Erinnerungskultur und demokratischer Verantwortung
Vom 7. bis 10. Juni fand in Prag eine viertägige Studienreise im Rahmen des sächsischen Themenjahres »Tacheles« statt. Organisiert wurde die Reise von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Brücke/Most-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Prag.
Im Mittelpunkt standen jüdisches Leben in Tschechien, zivilgesellschaftliche Erinnerungskultur und die Frage, welche Bedeutung historische Verantwortung für demokratische Kultur in der Gegenwart hat. Die Reise verband historische Lernorte mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen und bot Gelegenheit zum Austausch mit Expertinnen und Experten aus Forschung, Kulturarbeit und Zivilgesellschaft.
Auf dem Programm standen unter anderem Gespräche und Podiumsdiskussionen zum jüdischen Leben in der Gegenwart, zu Antisemitismus, gesellschaftlicher Polarisierung und aktuellen politischen Entwicklungen in Tschechien. Besuche des Jüdischen Museums Prag, der Gedenkstätte Bahnhof Bubny sowie von Theresienstadt ergänzten das Programm.
Ziel der Studienreise war es, historische Perspektiven mit gegenwärtigen Debatten zu verknüpfen und Impulse für die politische und kulturelle Bildungsarbeit in Sachsen zu vermitteln.