Jüdischer Kulturabend im Verbindungsbüro: Kunst und Erinnerung im Dialog
Am 26. März 2026 fand im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Prag ein Jüdischer Kulturabend im Rahmen des Jahres der Jüdischen Kultur in Sachsen TACHELES statt. Mit dieser Veranstaltungsreihe greift Sachsen das Themenjahr zur jüdischen Kultur auf und verbindet es mit einem grenzüberschreitenden Dialog – insbesondere in einer Stadt wie Prag, die über eine reiche jüdische Geschichte verfügt.
Im Zentrum des Abends stand das poetisch-musikalische Programm »Jerusalem« von Küf Kaufmann, Autor, Regisseur und Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Gemeinsam mit dem Leipziger Ensemble »Klangprojekt« verband er Texte und Musik zu einer künstlerischen Reise, die sich mit Erinnerung, Identität und kultureller Zugehörigkeit auseinandersetzt.
Der zweite Teil des Abends war der bildenden Kunst gewidmet: Mit der Vernissage der Ausstellung »ALEF-BET IVRI – das hebräische Alphabet« präsentierte die Künstlerin Lieselotte Theil-Hurshell eine Werkreihe, die sich mit den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets beschäftigt. Jeder Buchstabe wird dabei mit symbolischen und kulturellen Bedeutungen verknüpft und eröffnet einen eigenständigen Zugang zur jüdischen Tradition.
Der Abend verband auf eindrucksvolle Weise Musik und bildende Kunst und machte zugleich sichtbar, wie kultureller Austausch zur Vertiefung der sächsisch-tschechischen Beziehungen beitragen kann.